Die optische Messung der Schienenprofilquerschnitte ist im Vollbahnbereich seit Jahren Stand der Technik (siehe GLATTKON). Mit dem neuen Straßenbahnmesswagen der Wiener Linien ist es erstmals möglich, auch die Profilqualität der Rillenschiene zu überwachen. Bedingt durch den versteckten Einbau kann nur ein Teil des Schienenkopfes (die Fahrfläche, die Rille und der Leitschenkel) erfasst werden. Dennoch können aus den Profildaten wichtige Parameter wie Verschleißfläche, Rillentiefe/ breite und Fahrkantenradius berechnet werden. Dadurch ist im Sinne einer integrierten Instandhaltung eine netzweite kontinuierliche Überwachung der Schienenprofilqualität möglich.
Abbildung: Verschiedene Darstellungen der Abnutzung der Rillenschiene
Die beiden Bilder zeigen beispielhaft das Ergebnis der Schienenquerschnittsmessung. In der linken Abbildung ist ein starker Seitenverschleiß in der rechten Abbildung vertikale Abnutzung und wenig Verschleiß am Leitschenkel dargestellt. Durch die vertikale Abnutzung wird der Fahrkantenradius (rechte Schiene) stark verkleinert. Mit Hilfe dieser Messdaten und deren Auswertung ist eine rasche und exakte Kontrolle der Profilqualität möglich.
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